Entgelttransparenzgesetz (EntgTransG)

Eine analytische Stellenbewertung ist Grundvoraussetzung für die Analyse auf Gleichwertigkeit von Stellen im Unternehmen. Die Wertigkeit der Stellen (das sog. Grade) bietet dann die Basis, um eine interne Entgeltstruktur auf Entgeltgerechtigkeit zu analysieren und eine Bewertung der Chancengleichheit im Unternehmen vorzunehmen.

Dem EntgTransG zufolge dürfen Frauen wie Männer in Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern Auskunft darüber verlangen, wie viel Kollegen des jeweils anderen Geschlechts im Median verdienen, die die gleiche oder eine gleichwertige Tätigkeit ausüben. Auch über Kriterien und Verfahren der Gehaltsfindung muss der Arbeitgeber sie dann binnen drei Monaten informieren.

Damit die Auskunft des Arbeitgebers vor einem Arbeitsgericht standhält, ist es erforderlich die Gleichwertigkeit von Stellen mit Hilfe eines Verfahrens der Stellen- / Arbeitsbewertung zu bewerten.

Alter und Betriebszugehörigkeit bieten nämlich keine inhaltliche Begründung für eine höhere Bezahlung, ein Zusammenhang mit einer höheren Bezahlung ist allerdings oft betriebliche Realität. Diese entsteht oft nicht auf Basis von möglicherweise diskriminierenden Regelungen, sondern aus historischen Gründen, da individuelle Gehälter über Zeit bei veränderten Rahmenbedingungen nur nach oben, aber oft nicht nach unten angepasst werden. Ein Unterschied in der Bezahlung, der durch eine andere Altersstruktur oder Betriebszugehörigkeit zu erklären ist, sollte daher anders interpretiert werden, als eine nicht zu begründende Gehaltslücke.  

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