Bewertung der Marktdaten in Gehaltsvergleichen

Die Marktdaten von Gehaltsvergleichen sind keine im engeren Sinne repräsentative Datenquelle, d.h. sie können nicht ohne weiteres zu verlässlichen Aussagen über die Gesamtheit der Population herangezogen werden.

Die Ergebnisberichte sollten daher immer mit angemessener Vorsicht betrachtet werden.

Wir empfehlen daher, Vergütungsstudien zusammen mit anderen Quellen, z.B. weiteren Gehaltsvergleichen, Gehaltsdaten aus Tarifverträgen, einer internen Analyse der Vergütungsstruktur von Mitarbeitern und Neueinstellungen basierend auf einer analytischen Stellenbewertung zu verwenden.

Anwendungsbeispiele

Die Population einer Gehaltsstudie, d.h. die teilnehmenden Unternehmen und Mitarbeiter, ändert sich mit jeder Auflage. Daher stehen die Anbieter vor der Herausforderung über die Jahre eine gewisse Konsistenz der Daten zu erhalten. Hierzu verwenden die Anbieter unterschiedliche Ansätze, die Daten und Ergebnisberichte aufzuarbeiten:

  • Marktdaten aus statistischer Modellierung abgeleitet
    Dieser Ansatz verwendet statistische Daten, die durch Regressionsanalyse berechnet und / oder Signifikanztests usw. eine mögliches Marktgehalt zu ermitteln, und wird in einigen globalen Studien verwendet.
  • Marktdaten aus Erfahrungswerten abgeleitet
    Dieser Ansatz kombiniert zumeist Daten und Erfahrungswerte aus Bewerberinterviews um marktübliche Gehaltsbandbreiten zu zeigen und wird gern von lokalen und internationalen Recruiting-Agenturen gleichermaßen verwendet.
  • Marktdaten auf Basis einer deskriptiven Statistik
    This approach represents salary information through percentiles (quartiles and median values, etc.).
    • Basierend auf Rohdaten
      In diesem Fall werden die Daten ausgegeben, wie sie erhoben wurden. Die Gesamtheit der Daten wird nicht bearbeitet und es werden keine Datensätze entfernt. Anbieter, die diesen Ansatz nutzen, werden häufig mit volatilen Ergebnisse im Jahresvergleich konfrontiert, da die Population nur selten stabil bleibt. Dieses Problem wird größer, je kleiner die Gesamtpopulation ist.
    • Basierend auf bearbeiteten Daten
      Software oder menschliche Analysten bearbeiten die Daten, indem zum Beispiel "Ausreißer" (Über- oder Unterschreiter) entfernt werden, um die Mediane relativ Stabil zu halten. Eine Abweichung von +/- 5% der Medianwerte wird im Vergleich über die Jahre zumeist zugelassen.

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