Bewertung von Job-Matching Methoden

Vier Elemente sind bei den heutigen Job-Matching Methoden üblicherweise vertreten. Einzelne Elemente können kombiniert verwendet werden:

  • Manche Anbieter verwenden Beschreibungen von Ankerpositionen (benchmark jobs)
  • andere eine Kombination aus Job-Leveln und Jobfamilien,
  • andere verbinden generische Job-Level oder die Ergebnisse ihrer proprietären Grading-Systeme mit Job-Familien und Job-Titeln (ggf. auch mit Beschreibungen),
  • einige neuere Anbieter, die, sich oft direkt an Arbeitnehmer wenden, verlassen sich auf Job-Titel, Allerdings fügen manche auch kurze Stellenbeschreibungen hinzu und wenige verwenden umfassende Positionsbeschreibungen.
Anwendungsbeispiele

Elemente der Job-Matching Methoden

Element

Job-Titel

Beschreibung von Ankerpositionen

matching mittels

 

Job-Titel, z.B. Manager Human Resources

Stellenbeschreibung mit Hauptverantwortlichkeiten

Genauigkeit

gering

relativ hoch, wenn gute Stellenbeschreibungen vorliegen

Aufwand

niedrig

hoch

1. Jobfamilie auswählen

2. Beschreibungen von relevanten Vergleichspositionen auswerten

3. Auf Basis der Gesamtinformationen eine Entscheidung fällen

Kommentar

Nur für sehr allgemeine Stellenbezeichnungen wie z.B: Maschinenbauingenieur in Verbindung mit einem Levelsystem brauchbar

geringe Fehlerwahrscheinlichkeit, doch wenn Beschreibungen für höhere oder niedrigere Positionen fehlen, gibt es wenig Spielraum für eine optimale Zuordnung

Element

Job-Level System

Jobfamilien

matching mittels

Laufbahn (z.B. Führungskräfte, Professionals oder gewerbliche Arbeitnehmer) und levelspezifische (P1, P2,…) Anforderungen

Anforderungen der Stelle, oft Aufgabenbasiert oder allgemeine Beschreibung des Aufgabenbereichs

Genauigkeit

relativ genau, trotz eher allgemeiner Beschreibungen

relativ genau mit eher allgemeinen Beschreibungen

Aufwand

mittel
1. Laufbahn auswählen
2. Levelbeschreibungen analysieren
3. Auf Basis der Gesamtinformationen eine Entscheidung fällen

mittel
1. Jobfamilie auswählen
2. Beschreibungen der Jobfamilien auswerten
3. Auf Basis der Gesamtinformationen eine Entscheidung fällen

Kommentar

Die Qualität der allgemeinen Levelbeschreibungen schwankt stark zwischen den und innerhalb der einzelnen Vergleichen; nicht so präzise wie eine analytische Stellenbewertung. Die Ergebnisse sollten nicht für den Aufbau einer Gehaltsstruktur oder für Diskussionen über Entgeltgerechtigkeit herangezogen werden.

Die Qualität der allgemeinen Funktionsbeschreibungen ist in den meisten Gehaltsvergleichen zufriedenstellend, doch je mehr Unterfamilien zur Verfügung stehen, desto zerstreuter wird das Job-Matching und die Ergebnisse verlieren an Aussagekraft.

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